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Tag 1 Hinflug



Flug nach Toronto
 
Freitag, der 27.05.2005
Andreas wird uns 2:15 Uhr abholen und zum Flughafen bringen. Zum Glück nicht schon wieder mit den Koffern Zug fahren. Danke Andreas.
Er war inzwischen zuhause und hat sich wohl mühevoll wach gehalten. Er weiß, dass man die PIN für Kreditkarte nicht benötigt. Umsonst erschrocken vor dem Einschlafen, Schatz.
 
Käsebrote von Mutti, einen superheißen guten Kaffee zum Wachwerden und rein ins Auto, zum Flughafen, Terminal 2, Gate D3 (4:00 Uhr). Andreas steht auf dem Kurzparkplatz und fährt bald, müde und sicher auch bisschen schweren Herzens, davon.

Das Einchecken und Gepäckwiegen gehen nach 30 Metern Schlange recht simpel und schnell von statten. Wir sind aufgeregt und gehen zwei Stunden vor Start (Start nun doch erst 7:35 Uhr) auf die Suche nach dem dutyfree-shop Schokolade kaufen für Frau Dr. Freundin in Edmonton bei Net-linx. Danach Warten im Transitraum bis für Gate D3 die Abfertigung beginnt.
 
 


 
Die Sicherheitskontrollen beschränken sich ausschließlich auf Gepäckdurchleuchten und Papiere inspizieren. Kein Detektorcheck, kein Abtasten... Wir sehen halt sehr friedlich und gesetzestreu aus. Oder die Beamten werden von etwas anderem abgelenkt? Der Kasper vor uns hat tatsächlich ein Feuerzeug in Revolverform im Handgepäck! Das müsste als grober Unfug bestraft werden.

"Reihe 20 bis 40 zum Einsteigen kommen!" Der entscheidende Satz ist gesprochen. Zum Glück gibt es Platzkarten. Matthias mit 23 A sitzt in der Reihe 23 am linken Fenster, Maika mit B daneben. C bleibt unbenutzt – freier Durchgang und bisschen Komfortablageplatz. Beinfreiheit ist in der Touristenklasse des Airbus 340 ebenso wenig vorhanden wie im ICE. Und das für elf Stunden!
Es dauert noch dreißig Minuten, dann ist das Video mit den Sicherheitshinweisen gelaufen und wir wissen auch schon, was im Bordkino aufgeführt wird. (Nur mal so zum späteren Nichtstreitenmüssen: Spanglisch, Oceans twelve, Das Vermächtnis der Tempelritter.)
 

 
Die Aircondition arbeitet wohl eifrig, es ist kalt und die Flugbegleiter/-innen verteilen Decken. Was auch notwenig ist! Der Flugkapitän sagt „Hello, ...“ und wir rollen los, zuerst rückwärts und dann eben ziemlich rasant vorwärts, schließlich geht es nach oben. Ein 54-Minuten-Trip bis Amsterdam. Dort warten wir eine Stunde im Flugzeug auf die andere Hälfte der Passagiere und das Ende des Auftankens. Weiter geht’s. Auch dieser Start erfolgt reibungslos. Wir fliegen wieder. Es ist nun schon kurz vor 11 Uhr, gegen 12 Uhr Toronto-Time werden wir wieder aus dem Flieger klettern.
 

 
Airport Toronto ist Klasse. Man kann sich nicht verlaufen, benutzt nur die Wege und Hallen, die erforderlich sind. Kurzer Papiercheck und ein paar Fragen zu Mitbringseln und Weiterreise sind alles was wir über uns ergehen lassen müssen, bevor wir den Zollzettel abgeben und unsere Koffer abholen.
Eine Stunde nach Landung stehen wir schon vor dem Autovermieter und nehmen einen schicken dunkelblauen Chrysler Sebring in Empfang. Vorn ohne Nummernschild! Ach, Matthias - die Temperaturanzeige steht auf halb, nicht die Füllstandsanzeige für den Tank ... Kleines Missverständnis.
 

 
Mein Schatz fährt 1 A mit dem Automatikauto gleich auf der richtigen Straße Richtung Muskoka. Wir halten am übernächsten Fastfoodladen und obwohl die Verpflegung an Bord gut war, müssen wir hier sofort die erste Nahrung in Übersee aufnehmen ;-)
 

 
Lkw’s fahren hier ebenso schnell, oder langsam, wie die Pkw’s. Man darf auch rechts überholen und schon kommen links und rechts Trucks vorbeigefahren. Alle fahren ca. 10 km/h über den erlaubten 100 oder auf Expresshighways 110 km/h, aber eben alle, ohne Stockungen und Drängeln.
 
  


 
Das ungewohnte Fahren strengt aber doch an, wir sind müde und froh gegen 17:00 Uhr bei Susanne in der New Ark Marina anzukommen, die wir ohne Probleme nach der Ortsdurchfahrt Gravenhurst erreichen.
 

 

 

 

Ein riesiger Quietscher, großes Drücken, Geschwisterküssen ist angesagt. Susanne sagt: Ihr Tank für Umarmungen war total leer und musste dringend aufgefüllt werden.



Zum Abend haben wir auf der Insel gegessen bei Katja und Roland. Beide Elternpaare waren da und Katjas Schwester Christine, Sie bleibt nun ein ganzes Jahr dort.
 
Gegen 21 Uhr sind wir dann ins Bett gefallen. In Deutschland war es ja immerhin gleichzeitig sechs Stunden später und wir rechtschaffen müde. Schließlich wollten wir am nächsten Morgen fit sein für das Fishing Tournament auf dem See.

 Tag 2