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Tag 20 Calgary



Mittwoch, den 15.06.2005
Die Nacht vergeht wie im Flug. Die Cabin ist nicht in dem Maße gemütlich wie die in Jasper und der Abschied fällt uns nicht so schwer. Das Frühstück ist o.k. in einem Family-Restaurant, Maika probiert das Ei "easy over" - Danke Alfred. Wir sind schon auf dem richtigen Weg zur Ausfallstraße Richtung Calgary. Noch ein Blick zur riesigen, begehbaren Saurier-Statue am Touristeninformationsstand in Drumheller und gegen 10 Uhr verlassen wir die Badlands auf der Straße nach Westen. Hinter uns liegt das Tal, von dem man nun wieder nichts mehr sehen kann. Nur wer weiß, dass die unendlich scheinende Ebene durch diese Kluft unterbrochen wird, kann damit rechnen, dass die Straße plötzlich steil abfällt und eigentlich, wie vom Erdboden verschluckt wird. Wir halten noch mal am Fossilienshop und erstehen fossile Schneckengehäuse "mit Papieren" damit wir auch wirklich keinen Ärger haben an der Flugabfertigung nach Deutschland.





Die Fahrt nach Calgary setzen wir auf diesen schnurgeraden Straßen fort, bis wir die Rocky Mountains als Bergkette erkennen und irgendwann die Skyline der Stadt.





Laut Stadtplan gibt es nahe Downtown eine Parkmöglichkeit. Wir fahren zielsicher, können aber nicht abbiegen in die richtige Straße. Mühsam erkämpfen wir uns den Weg zu einem Parkplatz und streben erstmal den Citytower an, um einen Überblick aus luftiger Höhe zu erhalten. Der Turm ist nicht unmöglich hoch, aber teilweise Baustelle. Er bekommt gerade einen verglasten Balkon, einschließlich Glasfußboden. Leider ist dieses Bauvorhaben noch nicht abgeschlossen. Wieder sind wir ziemlich lange auf dem Turm und haben nur noch 2-2,5 Stunden bis zur selbst gesetzten Abfahrtszeit. Wir pilgern durch das Häuserblöcke umfassende Citycenter und über einen Urlaubsstimmung vermittelnden Boulevard. Dort kaufen wir bei einem fliegenden Händler ein kupfernes Mobile. Er erzählt uns vom schlechten Wetter der letzten Wochen und ist froh, dass wir Sonnenschein erleben.



















Wir haben einen Eindruck von der Stadt und machen uns auf den Heimweg. Auf dem Highway zeitweise heftiger Regen und wieder Müdigkeit am Nachmittag. Wir müssen anhalten, einfach so in einer Ausweich-/Haltebucht. Matthias sind die Augen zugefallen, obwohl Maika versucht hat aufzupassen. Wir schlafen schlagartig ein - für ungefähr eine halbe Stunde. Dann hat uns das Regengebiet auch wieder erreicht. Wir müssen es erneut hinter uns lassen, kommen aber trocken in Edmonton an und finden ganz gekonnt eine der Abfahrten zur West Edmonton Mall - laut Werbung der größten Mall Amerikas - und auch einen guten Eingang in "The Bay" an einer der Stirnseiten.







Wir rufen Kevin an, dass wir gegen 20 Uhr da sein werden und erfahren, dass Bier mitzubringen ist. Die Mall ist unheimlich groß und vielgestaltig. Wir staunen, kaufen Bier und reißen uns los. Es ist ja nicht mehr weit. In Morinville angekommen: "Wir" haben Besuch. Diesmal ist das Feuer vorn, sozusagen hinter dem Haus. Die Freunde, die die Jungs behalten haben über den Montag sind noch da, Sie haben zwei Mädchen, die auch in der Fußballmannschaft spielen. Für uns werden Würstchen aus dem Kühlschrank gezaubert und neue "Woodteile" ins Feuer gelegt.



An den neuen Gabeln (Wienersticks) braten wir uns die Würstchen, streicheln Craven und die Katzen und besuchen das schreiende Knäuel Kinder auf dem Trampolin auf der großen Wiese.





Von Sandys selbst getöpferten Sachen darf Maika etwas aussuchen und muss auch eine Entscheidung für Matthias' Mutti treffen. Es sind ähnliche Schalen, bisschen größer als Kompottschälchen. Unsere ist viel leichter, zarter. Beide sind bläulich. Für Susanne etwas mitzunehmen, schieben wir auf. Wegen unseres Gepäckgewichts und bis sie einen eigenen Haushalt hat.
Maika ist glücklich mit ihrer Wahl und denkt trotzdem mit Grausen an das näher rückende Kofferpacken. Im Garten duftet der Flieder, das Feuer verbreitet gemütlichen Schein und wir können nicht glauben, dass wir am nächsten Morgen abreisen müssen. Die Vernunft siegt, wir müssen alle gegen 7 Uhr aufstehen und unser Gepäck ist auch noch nicht gebündelt - Wehmütigkeitsanfälle und gute Nacht sagen.



Von Sandy erbitten wir eine Waage, damit wir die Koffer probewiegen können, was wir auch mehrfach tun müssen bevor es hinhaut. Mitbringseltassen und Fossilien bleiben im Handgepäck. Traurig schlafen wir ein, schlafen bis zum Wecker und auch gleich weiter, zum Glück nur bis unsere Pufferzone vorbei ist. Matthias hat wohl statt "snooze"" "aus" gedrückt am Palm.

Tag 21